Nanchang zeigt großes Interesse an Schüler- und Praktikantenaustausch
Vize-Bürgermeister Zhou Guan für einen Tag zu Gast im Peiner Land
![]() Eckhardt und Zhou |
Die chinesische Millionen-Metropole Nanchang scheint Geschmack an dem Peiner Land gefunden zu haben. Nachdem vor Kurzem Bürgermeister Hu Xian den Landkreis besucht hatte, war dieses Mal Vize-Bürgermeister Zhou Guan für einen Tag zu Gast. Er traf sich zu einem Gespräch mit Gunter Eckhardt, Geschäftsführer der wito gmbh, und bekräftigte die Bereitschaft Nanchangs, ein Partnerschaftsabkommen mit Peine unterzeichnen zu wollen.
Zhou Guan war eigentlich nach Peine gereist, um die Kulturlandschaft der Region Braunschweig kennenzulernen – jedoch machte er von Beginn an deutlich, dass er auch an einem anderen Thema besonders interessiert war: an dem Aufbau eines Schüler- und Praktikantenaustauschs zwischen Nanchang und Peine. Zhou Guan habe betont, dass er die Zuverlässigkeit und den Fleiß der Menschen in Deutschland genauso wie den Anlagen- und Maschinenbau sehr schätze, so Gunter Eckhardt. „Am liebsten würde er sofort Jugendliche und Studenten aus China in Peiner Unternehmen schicken, damit sie etwas von uns lernen können – und das nicht nur für zwei Monate, sondern am besten gleich für zwei Jahre.“ Nach Darstellung von Zhou Guan möchte China mehr und mehr dazu übergehen, auch für den eigenen Markt zu produzieren. Zudem soll viel mehr Hightech in die Produktion einfließen – und dazu benötigt man mehr Facharbeiter. „Nanchang hat ein großes Interesse an Ausbildung und Qualifizierung“, sagt Gunter Eckhardt.
Zhou Guan, der unter anderem die Peiner Jakobikirche und in Braunschweig das Herzog Anton Ulrich-Museum mit Bildern von Rembrandt und Rubens sowie die Burg Dankwarderode besichtigte, diskutierte auch die Chancen, die eine touristische Zusammenarbeit eröffnen würde. Reisegruppen aus China, so eine Überlegung, könnten auf ihrem Weg durch Deutschland auch im Peiner Land und in der Region Halt machen. Was während des Gedankenaustauschs auffällig war: Nanchangs Vize-Bürgermeister scheute kein Diskussionsthema „und setzte sich auch mit der Notwendigkeit von Demokratisierungs- und Modernisierungsprozessen auseinander, was in der chinesischen Öffentlichkeit nicht immer üblich ist“, so Gunter Eckhardt.



