Energiefresser verbannen, Wettbewerbsfähigkeit erhöhen
wito gmbh, Kreishandwerkerschaft und KfW stellten Sonderfonds Energieeffizienz vor


Dass die Energiepreise steigen und steigen, ist nicht nur für Privatverbraucher ein großes Problem. Auch Peiner Betriebe leiden unter den Belastungen, nicht wenige sehen sich sogar in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedroht. Wie kleine und mittlere Unternehmen ihre Energiekosten senken können – darüber haben die wito gmbh und die Kreishandwerkerschaft Peine auf einer gemeinsamen Veranstaltung informiert.

Experten betonen, dass viele Betriebe ihren Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent herabsetzen können. Auch Kathrin Seidel, Referentin der KfW-Förderbank und für die Veranstaltung extra von Bonn nach Peine gereist, ist davon überzeugt. Sie stellte 30 Peiner Verantwortlichen aus Industrie und Handwerk das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und der KfW-Förderbank vor, mit dem sie Energiefresser aus ihren Unternehmen verbannen können.

Der neue Sonderfonds Energieeffizienz ist laut wito-Geschäftsführer Gunter Eckhardt eine „kostengünstige Möglichkeit für Unternehmer, sich wertvollen Rat und verlässliche Aussagen ins Haus zu holen“. Energieberater untersuchen die kompletten Betriebsabläufe vom Beleuchtungssystem über die Lüftung und Kühlung bis zum Maschinenpark, bewerten den Verbrauch und erstellen Maßnahmenpläne sowie Wirtschaftlichkeitsanalysen. Unternehmen erhielten nicht nur eine fachkundige Energieberatung, „sondern eine betriebswirtschaftliche Auswertung in allen Bereichen“, so Eckhardt. Die Ortung eines Energielecks könne schnell mehrere Tausend Euro einsparen.

Unterstützt vom KfW-Energieberater Kai Hillebrecht, erklärte Referentin Seidel, dass die Beratungskosten mit bis zu 80 Prozent bezuschusst würden - konkret bis zu 6.000 Euro. Eine zweite, von der Energieberatung unabhängige Fördermöglichkeit: Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz – beispielsweise eine neue Gebäudehülle oder Mess- und Steuerungstechnik – würden zinsgünstig finanziert werden. Die Gelder kommen von der KfW und fließen über die Hausbank zum Unternehmen. „Das können genauso Industrieunternehmen wie auch Ärztehäuser sein“, erklärt Fördermittelberaterin der wito gmbh Melitta Arz.

Die Förderanträge werden über die Handwerkskammer Braunschweig gestellt. Beratend steht Interessierten die wito gmbh zur Seite. Sowohl Kreishandwerksmeister Lutz Seidel als auch wito-Geschäftsführer Eckhardt werteten die erste gemeinsame Veranstaltung als Erfolg und kündigten an, künftig verstärkt zusammenarbeiten zu wollen.

 

 

 

Präsentationen:
Kathrin Seidel
Kai Hillebrecht